SHOOTING BANKERS

Ein “Money-Shot”.
Aufgenommen heute Nachmittag in der City of London, dem Londoner Finanz Distrikt.

Hungrige Banker in der Mittagspause.

Tate Gallery.
Hier was ich gerne zu der Ticket-Verkäuferin am Eingang gesagt hätte.
Und dann doch nicht tat:
“Guten Tag. Ich bin Schweizer Staatsbürger und Steuerzahler. Ich bin hier um meine Kunstsammlung zu sehen, welche die UBS mit meinem Geld gekauft hat. Die umgerechnet 23.40 Schweizer Franken Eintritt möchte ich daher lieber nicht auch noch bezahlen.
Gopferdamihueresiech.”
AUSGEHTIPP
Von aussen nicht zu sehen.

Die unscheinbare Pizzeria Rossini an der Freiburgstrasse 169 im schönen Ausserholligen bei Bern beherbergt eine der bezauberndsten Kegelbahnen der Schweiz.






Die Kegelbahn befindet sich im Keller.
Über eine, in der Wand eingebaute, Gegensprechanlage kann man beim Wirt Rivella, Ovomaltine und Bier bestellen. Geliefert werden die Getränke mit einem kleinen Warenlift.
Die Pizzeria im Erdgeschoss macht hervorragende Pizzen und noch bessere Spaghetti.
Gesehen im Buch Gut Holz (Kegelbahnen in der Schweiz). Stammt von denselben Herausgeberinnen wie das Buch Die schönsten Tea Rooms der Schweiz.
United Bandits of Switzerland
Mal eine Frage.
Wegen UBS und so. Du weisst schon, die Bank. Die haben wir Schweizer ja neulich gekauft.
Schaut denen jetzt eigentlich jemand ein bisschen auf die Finger?
Oder anders gesagt:
Rechnet da draussen irgendwer ein bisschen mit?
Ich meine jetzt nicht den Bundesrat. Der geheimnistuerische, zeitschindende und nach Ausflüchten suchende Hansruedi Merz weckt mit seinen hohlen Statements etwa noch so viel Vertrauen wie die Pressemeldungen Kim Jong-il’s.
Ich meine Dich!
Rechnest du noch mit?
Nicht?
Soll ich mal versuchen?
Also:
09. Dezember 2008
Der Bund überweist der UBS 6 Milliarden Franken.
19. Dezember 2008
Die Nationalbank übernimmt illiquide und andere Aktiva (=Ghüderdräck) für 16.4 Milliarden.
03 April 2009
Die Nationalbank übernimmt faule Papiere im Wert von weiteren 22.2 Milliarden.
Macht Total 38.6 Milliarden an faulen Papieren (die NZZ kommt auf 38.7, aber egal) die wir Steuerzahler bisher übernommen haben. Zusammen mit den überwiesenen 6 Milliarden Cash haben wir Schweizer bis heute 44.6 Milliarden an die UBS verschenkt.
Die UBS war selbst nicht untätig, sie hat in der Zwischenzeit auch Geld ausgegeben.
Und zwar:
10. Februar 2009
Die UBS gibt bekannt, dass sie 2.2 Milliarden Boni für 2008 an die Kader auszahlt.
15. Februar 2009
Die UBS erhöht die Boni für 2008 um 1.6 Milliarden.
11. März 2009
Die UBS gibt bekannt, dass sie dem Verwaltungsrat für das schlechteste Jahr in der Geschichte des Unternehmens 10.2 Millionen Lohn ausbezahlt. Marcel Ospel erhält 2.3 Millionen Franken. Rohner 1.8 Millionen.
15. April 2009
Der neue CEO Oswald Grübel will in diesem Jahr 4 Milliarden einsparen. 8700 Angestellte müssen gehen. 2500 davon in der Schweiz.
Wegen der aktuellen Finanzkrise wird vermutet, dass ein grosser Teil dieser 2500 UBS-Entlassenen auf dem Arbeitslosen-Amt landen wird.
Fazit:
Die UBS bezahlt 3.8 Milliarden Boni an höhere Kader und überlässt 2500 niedere Angestellte der öffentlichen Hand. Alle Verantwortlichen innerhalb der UBS werden mit Millionen-Salären entschädigt.
Rechnest du noch mit?
Die 3.8 Milliarden Boni für die Teppichetage entsprechen doch ca. den 4 Milliarden die Grübel jetzt beim Bodenpersonal einsparen will? Diese 3.8 Milliarden Boni sind doch für Kaderangestellte gedacht die sowieso schon einen sehr hohen Lohn haben?
Und nein, diese Kaderangestellten würden die UBS mit Sicherheit nicht verlassen wenn man ihnen den Bonus kürzen würde. Wo sollten sie denn hin gehen? Oder würdest du etwa einen Ex-UBS Kaderangestellten einstellen?
Nein, sicher nicht?
Dann rechnest du ja doch mit.
(Chronologie UBS im Strudel der Finanzkrise auf drs.ch)













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