subergwest

I AM SICK

Posted in subergwest by subergwest on December 31, 2007

CANCROWDED

Ich weiss, den Grand Canyon habt ihr schon gesehen. Es gibt aber einen guten Grund für das obige Bild. Grosse Ansammlungen von Menschen bergen nämlich grosse Gefahren:
1. Hetzmasse (Demagogie und Hetze vermögen Minderwertigkeitsgefühle auf andere zu projizieren; die Gewissheit der Zugehörigkeit zu den “Guten” erleichtert das Vorgehen gegen die Minderwertigen anderen bis zur Bereitschaft ihrer Vernichtung. Beispiel: SVP
2. Massenpanik (panische Fluchtbewegungen in Menschenmassen. Ausgelöst zum Beispiel durch einen falschen Bombenalarm)
3. Epidemien/Pandemien (Virus wird von A auf B übertragen. So geschehen Vorgestern irgendwo beim Grand Canyon. A-Unbekannt hat Grippe Virus auf B-Mich! übertragen)

Ja, jetzt stecken wir definitiv fest. Wir haben das letzte noch verfügbare Hotelzimmer Amerikas erkämpft und ich teste intensiv die amerikanischen Grippe-Mittel.
Kathrin hat als Arzt-Tochter nichts anbrennen lassen und dafür gesorgt, dass uns an Medikamenten nichts fehlt.

MED

AM I CROWDING YOU?

Posted in subergwest by subergwest on December 29, 2007

Es war so schön. Die letzten drei Monate hatten wir Amerika für uns alleine. Fast überall waren wir ausserhalb-der-Saison-Besucher und gern gesehene Gäste. Die Zimmer in den Hotels konnten wir uns aussuchen, für einen Tisch in einem Restaurant mussten wir nie warten und vor einem Museum Schlange stehen gab es nicht.
Seit einer Woche ist alles anders. Es scheint als hätten sich tausende Amerikaner unserer Reise angeschlossen und alle wollten immer dasselbe Zimmer und denselben Tisch wie wir.
Kein Zweifel: Die Amerikaner haben Ferien. Wir können es ihnen nicht verübeln, dass sie sich auf Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants stürzen, als gäbs kein Morgen. Schliesslich muss der Amerikaner mit durchschnittlich zwei Wochen Ferien pro Jahr auskommen. Der Unsozial-Staat Amerika schert sich nicht gross um die Befindlichkeit der Arbeitnehmer.
Die Mehrheit von euch Schweizern scheint sich auch weniger Ferien, weniger Rechte und weniger Lohn zu wünschen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass “Wirtschaftsliberalismus” nach amerikanischem Vorbild als cool gilt, und SP wählen nicht-mehr-so-cool ist.

Kein Platz für ein Foto:

CROW

UNITED NATIONS

Posted in subergwest by subergwest on December 29, 2007

Jährlich besuchen bis zu fünf Millionen Menschen den Grand Canyon. Mit Helikopter, Flugzeug, Jeep, Esel, Pferd, Kanu und sogar zu Fuss wuseln die Touristen wie Ameisen durch die Schluchten. Im Restaurant sassen neben uns eine Vierergruppe Franzosen, hinter uns vier Engländer und vor uns zwei Spanier. Unsere (Eure) Vorfahren, dachte ich, haben sich um dieses Land gestritten, haben die Indianer aus dem Weg geräumt und alles gewaltsam genommen, was die Natur hier an Ressourcen zur Verfügung stellt. Jetzt kommen die (wir) Nachfahren und besichtigen quasi die Schlachtfelder der Ahnen. Über solche und andere Sachen habe ich nachgedacht, bis der Kellner, ein Nachfahre der Navajo-Indianer, endlich unser Essen gebracht hat.

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Und so sieht es hier “ohne” aus.

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MONUMENT VALLEY

Posted in subergwest by subergwest on December 28, 2007

Eigentlich nur ein paar Dreckhügel und einige Felsen. Aber wahnsinnig schön!
Hier wurden eine Million Western Filme gedreht.

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ON THE ROAD AGAIN

Posted in subergwest by subergwest on December 27, 2007

Manchmal ist es auch in einem Hotel gemütlich, so richtig zuhause sind wir aber nur “on the road”. Das “Unterwegssein” ist längst unsere Leidenschaft geworden. Das Ein- und Auschecken, Gepäck Ein- und Ausladen und das tägliche Nachfüllen des Tanks ist Routine.
Wir haben fast neunzig Tage und über 10′000 Meilen hinter uns und freuen uns trotzdem immer noch auf jeden neuen Tag. Hinter jedem Berg liegt eine noch spannendere Stadt, nach der nächsten Kreuzung ein noch interessanteres Restaurant!

Kathrin hat schon von Anfang an die Leitung unserer Reise übernommen. Während ich meistens mit diesem blog und anderen Nebensächlichkeiten beschäftigt bin, recherchiert und analysiert sie, welche Stadt oder welche Gegend ein Besuch wert wäre. Sie vergleicht Hotels und Restaurants, sucht die interessanteste Route zwischen zwei Sehenswürdigkeiten und beliefert mich dauernd mit Hintergrundwissen. Ohne Kathrin wäre ich immer noch im Hudson Valley und würde gerade den siebzigsten blog-Eintrag zum Indian Summer verfassen.

Stattdessen fuhren wir heute die unvergleichlich schöne Strecke zwischen Moab, Utah und Kayenta, Arizona. Danke Kathrin! Hier ein paar Eindrücke:

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Hier noch ein möglicher Grund für die Alkohol-Abstinenz der Mormonen:

Nach drei Monaten unterwegs können wir diesen Country-Hit auswendig mitsingen. Machen es aber frühestens nach dreizehn Drinks!
…the more ai dräink, the more ai dräink…